Hier findet ihr uns

Fürth (Deutschland)
Chiang Rai (Thailand)

oder in der

Nordkurve (Arena Auf Schalke)

Kontakt

Schreibt uns:

mekongknappe<ät>gmail.com

Unsere Mitglieder

Vincent Chokdee (1)
Jip (2)

Steffi (3)

Tom (04)

Karsten (04+1)

Michl (6)

Holger (007)

Dirk (8)

Andreas (10)

 

(Stand 21.08.2013)

FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 0:1

Samstag 14.09.2013, 15:30, Coface-Arena, Mainz, 34.000 Zuschauer (ausverkauft)
Kicker-Infos zum Spiel

Durch einen glücklichen Zufall geschah es, dass der FC Schalke 04 genau an dem Wochenende in Mainz zu spielen hatte, an dem Jip und ich unsere erste Reise mit Vincent zu meinen Eltern geplant hatten.
Dank Cousine Steffi und ihren Mann Sven kam ich auch problemlos an eine Karte, im Sitzplatzbereich der Kurve in der auch die Auswärtsfans platziert sind. Eine Karte über Schalke zu bekommen wäre eh aussichtslos gewesen.
Wer mich kennt weiss, dass ich noch nie ein glühender Fan der rheinhessichen Hauptstadtmannschaft gewesen bin. Bis vor ein paar Jahren gab es dort, mit Ausnahme von wenigen hundert Unverbesserlichen, ja so gut wie keine Zuschauer und außerhalb der Mainzer Stadtgrenzen, mit Sicherheit auch kein halbes Dutzend Fans.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in den 80er Jahren am Bruchweg zweimal Schalker Pokalspiele sehen konnte.
Das erste Spiel war 1982 und war ein sensationeller Sieg nach Verlängerung.

Spieldaten hier

Das zweite Spiel war erneut ein Pokalspiel, das wir aber verloren. Das war 1986, in unseren dunkelsten Zeiten.
Das schöne an diesem Spiel vor 5500 Zuschauern, davon gefühlt 2000 Schalker, war aber, dass ich damals gemeinsam mit meinem Opa zu dem Spiel gefahren bin.
Mit dem Bummelzug nach Mainz und dann zu Fuß an den Bruchweg, in ein Stadion, dass den Namen Bruchweg Stadion mehr als verdient hatte.

Spieldaten hier
Mittlerweile haben die Mainzer aber bekanntlich gaaanz viele neue Fans, armer FC Bayern, aber international halten die bestimmt alle weiterhin für dich, und in ein neues Stadion umgezogen sind sie auch.
Eine Coface-Arena, die ihren Namen auch verdient hat.

Es fährt ein Bus, ins Niergendwo.

Von außen betrachtet sieht die Arena am Bretzenheimer Wertstoffhof aus, wie das Auslieferungslager eines großen Drogeriemarktes und angesichts der idyllischen Lage, inmitten rheinhessicher Rübenäcker (der Zucker für den einheimischen Wein muss ja auch irgendwoher kommen), hatte ich schon gröbste Befürchtungen, was An- und Abreise betrifft.
Aber wahrscheinlich hat der Verein das Grundstück einfach billig von der Oma geerbt und da fragt man natürlich nicht nach der Verkehrslage.
Ab Alzey ging es, so wie damals mit Opa, wieder mit dem Zug nach Mainz.
Ein Papa mit seinen zwei Kindern, alle drei in gebügelten Mainzer Trikots, saßen im Gang gegenüber, was ich deshalb erwähne, weil alle drei bei der Rückfahrt erneut mir gegenüber saßen. So klein kann Mainz sein. Ob dieses Zufalls (?) kamen wir ins Gespräch und der Papa stellte sich als typischer, weil recht netter und gar nicht verbohrter, Mainz Fan heraus. Eben einfach "Die Netten", die Andrea Berg und Pur der Bundesliga. Die sind sooo nett, denen möchte man selbst nach einer Niederlage keine auf die Pappnase geben... vielleicht.
Am Mainzer Hauptbahnhof traf ich auf Steffi und Sven und mit den Zubringerbussen machten wir uns auf zum Ausflug aufs Land.
Was man dazu wissen muss ist, dass die Anreise aber sehr gut organisiert war. Und selbst bei der Abreise nach dem Spiel, fanden wir wieder problemlos und ohne lange Warterei einen, noch nicht mal überfüllten, Bus. Also über die Mainzer Verkehrsbetriebe möchte ich jetzt nix Schlechtes sagen.

Sieht zwar Englisch aus, ist aber Deutscher als Mayer und Vorfelder zusammen.

Gut, darüber, dass man dann einfach irgendo augesetzt wird, von wo man nochmal midestens ein- bis zwei Kilometer laufen muss, um ans Stadion zu kommen, könnte man nochmal reden, aber wie ich ja bereits sagte, Verkehrsgünstig ist halt anders.
Auf dem Weg zum Stadion gab es übrigens keinerlei Bierverkäufer und aus purem Protest hab ich dann auch im Stadion nichts getrunken.
Trocken was es eh nicht, da der Regen fröhlich mindestens die Hälfte der Tribüne eingenässt hat. Warum man da überhaupt ein "Dach" gebaut hat, kann man ja bei Gelegenheit mal den Architekten fragen. Der gute Mann sollte doch eigentlich wissen, dass in so einem Drogeriemarktlager auch verderbliche Ware lagert.
Aber wo wir gerade bei verderblicher Ware sind, die Rentnerbrigade, die um mich herum plaziert war, bestand während der meisten Zeit des Spiels darauf, dass alle in ihrer Umgebung gefälligst zu sitzen hatten. Selbst die hinter ihnen plazierten glaube ich. Eine Erfahrung die sich übrigens mit den Storys deckt die mir VfB Gerd schon berichtet hatte.

Mainz bleibt Deins

Sei`s drum, natürlich stand ich trotzdem häufiger, auch wenn das Spiel jetzt nicht gerade massig Anlässe dazu bot. Das Gezischel und Gemecker hinter mir, war mir dabei ziemlich egal. Die konnten ja nicht wissen, dass ich die Sprache der Eingeborenen mindestes so gut spreche, wie sie selbst.
Sollten Sie halt an meinem Astralkörper vorbei schaun, wenn "Ey der fette Schalker doovonne der muss jo jetzt schun wieder uffstehe, kann der ned brav hocke bleibe so wie mer aach".
Vor dem Spiel gab es eine sehr stilvolle Erinnerung an den erst kurz zuvor verstorbenen ehemaligen Mainzer Trainer Wolfgang Frank, der sonst glaube ich zwar bei keinem anderen Verein erfolgreich gewesen sein dürfte, aber in Mainz anscheinend hohes Ansehen genoß. Gut, dass ihn der BeKlopp-te als seinen Lehrmeister beeichnet, macht ihn nicht unbedingt sympathischer, aber was konnten zB Hitlers Volksschullehrer  für das, was später aus dem geworden ist...
Aber Schweigeminute und Choreo der Mainzer Fankurve waren irgendwie bewegend.

"Du lehfsch nie alaanz" Der Facebookdaumen geht nach unten.

Was mich jedoch schon vor dem Spiel extrem aufregte, war das überaus peinliche Schaalgewedel zur Tonbandversion von "You`ll never walk alone". Hat der FC Bayern gerade kein gebrauchtes Liedgut billig im Angebot gehabt? Oder weshalb muss man den Liverpoolern ihr Lied klauen? Singt doch einfach Humpa Humpa Tatäraa, das passt zu euch, alles andere ist peinlich und aufgesetzt.
Und wenn ich dann im Spiel noch "Steht auf wenn ihr Mainzer seit" höre.. Ey ufresche kennt ich misch, uffresche... Haben die auch was eigenes?
Als Anfeuerung gab es sonst noch die üblichen langweiligen Ultra Sprüche, die man ja leider auch bei uns viel zu oft hört.
Was ist eigentlich das Schlimmste was einem Ultra so passieren kann? Dass einem dieser blöde Spielverlauf das minutenlang eingesungene Liedchen zerstört und plötzlich keiner mehr mitsingen will, weil da vielleicht ein Tor gefallen ist? Gemein sowas, oder nicht? Und sicher ein harter Schlag im Leben so manches Gymnasiasten im Ultra Block.
Das Spiel verlief über weite Strecken erfolgreich, aber ereignislos. Prinz Kevin bot aus meiner Sicht eine seiner stärkeren Leistungen. Nicht zuletzt war er es auch, der nach einer guten halben Stunde, und nach einem schweren Abwehrpatzer der Mainzer, das einzigste Tor an diesem Tag erzielte.

Man muss aber auch sagen, dass die Mainzer Offensive gehörig schwach war und selbst unsere Hintermannschaft selten vor Probleme stellte.

Mainz. Stell dir vor es ist Bahnhof, und es fahren Züge!

Wie bereits erwähnt ging es nach dem Spiel auch wieder unerwartet problemlos zurück zum Hauptbahnhof, wo ich mir diesmal auch mein Siegerbierchen schmecken lassen konnte. Dosen Veltins, was sonst?
Pünktlich zur Sportschau war ich auch wieder daheim und konnte Vincie und Jip den Erfolg schildern.
Am nächsten Tag machten wir uns dann zurück auf den Heimweg nach Fürth.

Aufgrund einer Baustelle in Höhe Sinsheim, leider nicht um das Stadion dort wieder abzureißen, und weil an diesem Tag dort die Gladbacher spielten, kam es auf der A6 zu einem Stau, der uns dazu zwang, dem Navi folgend, durch den Kraichgau die Autonbahn zu umfahren.
Eine fürchterliche Kurverei und ständig spielte die Angst mit, dass einem plötzlich so ein Kraichgau-Brasilianer vors Auto springt. Denn Strassenschildern zufolge gibt es anscheinend  gar kein Hoffenheim. Der Verein, Entschuldigung, das Investment Projekt, ist in Zuzenhausen zu Hause und das Stadion liegt in Sinsheim. Noch mehr in der Pampa übrigens, als wie die Kofadsche Arena der netten Mainzer.

Ich glaub in Sinsheim gibt es noch nichteinmal Rüben.
Die Armen.
Wir kamen übrigens trotzdem gut Nachhause und mein erstes Spiel nach Vincies Geburt endete mit einem Sieg. Was kann man mehr wollen?
Glück auf
tom

Druckversion Druckversion | Sitemap
© www.lannathai.eu