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(Stand 21.08.2013)

„These Boots are made for Walking“

oder „Dieser Weg wird kein leichter sein“.

Hühnerbrust und Käsefüße zum Frühstück und Doris ist das Lachen noch nicht vergangen.

Am Samstag den 07.September starten wir die traditionelle Herbstwanderung dieser Saison.

Leider wieder ohne Jip und immer noch ohne Vincent, aber zusammen mit mir und meinen beiden Fanclubbrüdern Michl und Holger. Dazu waren noch die Ungläubigen Gerd (VfBäh Stuttgart), Alex (Fußball?) und Doris (Frau) mit an Bord des rot gefärbten Schienenfahrzeuges mit Elektromotor, als es so gegen 9:00 mit der S1 in Richtung Forchheim los ging.

Holger und ich waren in guter alter Tradition schon annähernd eine Stunde früher am Bahnhof, um ja nicht zu spät zu kommen. Kamen wir dann ja auch nicht. Im Gegensatz zur Frühjahrswanderung 2013 hatte sich diesmal auch Alex gegen seine Balletschühschen und für eine dem Anlass angemessene Wanderkleidung entschieden.

Nach einem ersten stärkendem Getränk noch im Zug, gab es gegen 10:00 eine kleine Brotzeit mit ausgewählten Speisen und Getränken, die nebst stärkendem Bier* auch eine Runde Schnaps beinhaltete. Weitere sollten folgen**

Ein Männlein steht auf dem Berge

Aufgrund der anhaltend günstigen Wetterlage entschieden wir uns gegen 10:47 vom Basislager in Kirchehrenbach aus aufzubrechen, um den Angriff auf den Walberla, über die als schwierig bekannte Nordroute, zu wagen.

Der erste Anstieg verlief zunächst zufriedenstellend, ehe sich bei Teilnehmerin Doris erste, jedoch erhebliche Materialermüdungen zu zeigen begannen. Bröckelte doch urplötzlich das gute Bioplastik an beiden Sohlen ihrer teuren Lowa Wanderstiefel.

Das ist ja wohl der Gipfel?

Laut Alexander, unserem Technik Experten für Alles, nur ohne Technik, könnte es daran gelegen haben, dass Doris auf dem Nürnberger Hauptbahnhof angeblich in eine Pfütze mit Kotze getreten sein soll.

Entweder beruhte Alexanders Erfahrung auf eigener Erfahrung, oder er hatte einfach Angst vor den Menschmaschinenmutanten die aus fernen Galaxien regelmäßig zum Nürnberger Hauptbahnhof angereist kommen, um dort nach ein paar Flaschen Vorglühwodka und ein paar Bier zuviel, in die Ecken des HBFes zu kotzen. Radioaktive Kotze versteht sich, die Gummisohlen von Wanderstiefeln auflöst.

Aber ich schweife ab. Aus lauter Sorge vor den Aliens und vermutlich auch um uns seine Theorie unter Beweis zu stellen das Pferdescheiße guten Schuhen nichts ausmachen kann, stapfte unser Grobmotoriker Alex daraufhin fröhlich und zur Erheiterung aller Beteiligten in einen fetten Pferdeapfel.

Angesichts der schwierigen Lage in der sich unsere Seilschaft somit befand, unter uns begann sich die Wolkendecke bereits wieder zu schließen und jeder der schon einmal an der Wand hing weiß um die Weisheit eines berühmten Bergsteigers, „vorwärts immer rückwärts nimmer, aber runter kommen sie alle“, setzen wir unseren Weg entschlossen und allen Unbill trotzend unaufhaltsam fort.

Der Abstieg beginnt

Weit oberhalb der Baumgrenze erreichten wir schließlich mit (wir Normalen und Alex), ohne (Barfußläufer Holger) und mitohne Sohlen (Doris), aber letztendlich dennoch unversehrt, das Gipfelkreuz.

Auf dem Weg nach unten sollte sich jedoch schnell zeigen, dass Doris` Schuhprobleme ernsterer Natur waren als wir alle das für möglich gehalten hätten.

So standen wir in Leutenbach angekommen nur noch vor der Alternative, amputieren wir die bereits schwarz gewordenen Füße, oder erschießen wir das arme Pferd gleich an Ort und Stelle.

Holger, unser berüchtigtes rheinländisches Schlappmaul schaffte es jedoch, dass die Besitzerin des örtlichen Tante Emma Ladens extra nach Hause fuhr um ein paar alte Turnschuhe ihres Sohnes zu holen und als Krönung ihrer Gutmütigkeit lies die freundliche Dame Holger sogar noch ihr kostbares Klosett mit Wasserspülung benutzen.

Hoffen wir, dass sie über die Folgen ihrer Gutmütigkeit hinwegkommen und irgendwann den Glauben an die Menschheit wiederfinden möge.

Arsch frisst Hose kennt jeder, aber Schuh frisst Sohle?
Gerd erkennt, dass da irgendwas nicht stimmt.
Der Glöckner serviert das Bier persönlich, aber hat er es auch bezahlt?

Leider war zur Krönung des Ganzen die örtliche Brauerei Drummer wegen Betriebsurlaub geschlossen, weshalb wir uns auf dieser Station unseres Weges mit zwei kalten und drei warmen Bier aus dem Tante Emma Laden begnügen mussten (nicht pro Person, insgesamt)***.

Von Leutenbach aus ging es erstmalig in der Geschichte dieses Wanderweges ohne gröbere Umwege nach Hetzelsdorf, wobei an dieser Stelle nicht vergessen werden darf, dass dieser Weg erneut über einen der steilsten Grade des Hochgebirges führte, einen Anstieg, den schon so mancher mit dem Leben oder gar noch Schlimmeren zu bezahlen hatte.

In Hetzelsdorf gelang es uns jedoch sogleich einen wunderbar schattigen Platz beim Penning-Zeißler zu besetzen um uns dort das ausgezeichnete Bier aus eigener Produktion schmecken zu lassen. Ein Bier das, und an dieser Stelle darf ich kurz ernst werden, die Ehre hat, dass vielleicht bestes Bier der Welt zu sein.

Für alle Freunde der Statistik sei kurz erwähnt, dass wir uns insgesamt drei weitere Biere schmecken ließen (pro Person)****.

Dieser Hornochse ist nicht Holger!

Aufgrund der Aussage einer Toilettenbekanntschaft von Alex und Michl, entschieden wir uns dafür unseren Weg nicht nach Unterzaunsbach fortzusetzen, da die dort ansässige Brauerei Meister geschlossen sein sollte.

Leider kam keiner von uns Intelligenzverweigerern auf die Idee, auf einem unserer zahlreich vorhanden Smartphons nachzusehen, ob diese Information auch stimmte.

 

Welche Amigos bei der Wahl wohl gewonnen haben?

Hierfür kann es drei Gründe geben:

  • Michl und Alex Toilettenbekanntschaften gelten perse als glaubwürdig
  • In Hetzelsdorf gibt es keinen Handyempfang
  • Der Weg nach Unterzaunsbach wäre, entgegen dem Weg nach Pretzfeld, mit einem Anstieg verbunden gewesen.

 

Alle drei Antworten sind möglich und richtig (Nur nebenbei sei jedoch erwähnt, dass die Brauerei Meister bereits einen Tag vor unserer Wanderung wieder geöffnet hatte).

Auf Michl und Alex vertrauend machten wir uns also bergab auf den Weg Richtung Pretzfeld, auf dem wir in Hagenbach Station machten, in dem uns bestens bekannten Gasthof der Metzgerei Richter. Das hier ebenfalls ausgeschenkte Hetzelsdorfer Bier floss in mindestens zweifacher Ausführung durch unsere, der Austrocknung nahen, Kehlen.

Der Ausklang eines schönen Abends

Nunmehr bereits gut im Saft stehenden ging es weiter ins benachbarte Pretzfeld, wo es zu einem der dunkelsten Kapitel in der Historie unserer Wanderungen kommen sollte.

Anno 2008 gründete ein Mann namens M. Schmidt in Pretzfeld eine Brauerei, die er Nikl nannte.

Anno 2008 gründeten drei Männer, davon einer namens H. Schmidt, eine Wandergemeinschaft, die sie nicht Nikl, sondern gar nicht benannten.

Und so kam es ob dieser zahlreichen Parallelen in den Folgejahren zu regelmäßigen Besuchen der Beiden, zumeist einseitig im Hof des Nikl, aber so manches Mal auch in den Biergärten und auf den Balkonen Nürnbergs.

Nicht gleichwertig dem köstlichen Manna des Hetzelsdorfes, sind die vielfältigen Biere des Nikl dennoch stets erfrischend und wohltuend.

Aufgrund der günstigen Lage in Nähe des Bahnhofes Pretzfeld speisten wir bevorzugt, stets reichlich und gerne, im selbigen Hof.

An diesem verhängnisvollen Samstag ankommend war der Blick auf die vollbesetzten Bänke im Hof jedoch bereits ziemlich ernüchternd (Ausnahme Holger*****), was angesichts der von uns bereits konsumierten Menge an Bier und Schnaps gar nicht so einfach gewesen sein dürfte.

Wir entschieden uns dann dennoch dafür, im inneren des Lokals Platz zu nehmen. Warum Holger die nächsten 15-20 Minuten am Tresen unaufhaltsam auf sämtliche dort anwesenden Bedienungen einredete ist mir bis heute noch nicht ganz klar geworden, es soll u.a. auch etwas mit Fußball zu tun gehabt haben (FC Bayern Fan Bedienung + volle Wirtschaft gegen HSV Trikot +,Teufel Alkohol = Ergebnis: jede Menge Stress).

Das unser Holger die Bedienung bei Bestellung der Essen dann zusätzlich nochmal als dick bezeichnen musste, lies die Stimmung schlagartig ins Unermessliche steigen. Zu Holgers Entschuldigung mag man anmerken können, dass er halt Holger ist. Trotzdem war diese Art der Kommunikation einem geschulten Teamleiter nicht würdig und wäre auch nicht unbedingt nötig gewesen. Die Reaktion der Bedienung war trotzdem auch etwas übertrieben. „Ihr kriegt hier nix mehr!“

Wie auch immer, nach ein paar weiteren Minuten kam sie erneut an unseren Tisch um unsere Bestellungen (außer die von Holger, „Der kriegt hier nix mehr“) aufzunehmen.

Ich: „Geschnittene Klöse, bitte“

Sie: „Nein, geschnittene Klöse geht nicht, wir haben keine Klöse mehr“

Ich: „Gut, dann nehm ich geschnittene Kartoffeln“

Sie: „Gerne“

ca. 10 Minuten später.

Sie: „Tut mir leid, geschnittene Kartoffeln sind auch aus.“

Dieser Zug ist abgefahren, Herr Nikl

Ich denke das auch für einen als weniger hungrig berüchtigten Menschen wie mich spätestens hier Schluß gewesen wäre. Kann es sein das ein Lokal an einem Samstag gegen 18:30 weder über Klös noch über Kartoffeln verfügt? Oder waren etwa die Messer weg?

Wir werden es nie erfahren, denn wir gingen.

Holger nahmen wir mit, obwohl er sich nach eigenen Angaben bereits wieder, bei der übrigens nicht dicken Bedienung entschuldigt und mit ihr versöhnt hatte. Um seine Entschuldigung auch in Taten zu beweisen hätte Holger ja gerne beim Kartoffelschälen geholfen… aber … na sie wissen schon….

Fazit: Ein Bier getrunken, eine Menge Ärger gehabt und beschlossen diese Lokalität künftig nie wieder zu betreten, nie wieder Nikl Bier zu trinken (es sei denn es gibt sonst nur Beck´s) und auch alle vor dem Betreten der Nikl Gaststätte zu warnen. Nikl, das Porussia ….mund und Bayern München des fränkischen Bieres!

Großmaul

In der zweiten Gaststätte vor Ort, einer gemütlichen kleinen Bahnhofskneipe durften wir uns dann auch in den Garten setzen, wurden mit Bier und Essen bewirtet.

Gerd trank mit dem Wirt Schnaps und tauschte die ältesten Witze der Welt aus, sang aus lauter Kehle sein fröhliches Wurstsalatlied und erhielt nach wiederholter liebevoller Aufforderung sogar noch sein „Schmalzbrot“, über dessen tatsächlichen Belag ich schon an diesem Abend lieber nicht hätte nachdenken wollen.

So hatten wir alle unseren Spaß, der sich aber um einiges hinzog, da um diese Zeit die Züge schon nicht mehr so regelmäßig fuhren.

Über die genaue Anzahl an Bieren vermag ich hier schon keine so ganz genaue Auskunft mehr zu geben. Drei könnte jedoch durchaus eine realistische Zahl gewesen sein.

Gerd hat wieder "Diesen Blick".

Gegen Ende unseres Gastspiels entschlossen sich gewisse Herren natürlich erneut eine Flasche Bier als Reiseproviant mit auf die Rückfahrt zu nehmen. Und ich darf sagen, dass mich spätestens ab diesem Zeitpunkt meine Erinnerungen verlassen haben müssen. Eventuell sind sie in einen anderen Zug eingestiegen, aber getroffen haben wir uns erst am nächsten Morgen wieder.

Aufgrund einiger ziemlich verwackelter Fotos aus meinem Handy und der Kamera kann ich aber sagen, dass wir in voller Besetzung im Zug waren, in Forchheim umgestiegen sind und Doris reichlich genervt dreingeblickt hat.

Doris, wie buchstabiert man eigentlich "FREMDSCHÄMEN"?

Holger und ich stiegen in Fürth auch wieder aus und traditionell beschlossen wir den Tag in „Mannis Eck“, am Südausgang des Bahnhofes mit einem, wie ich vermute, weiteren Bier, würdig zu verabschieden.

Wann und wie auch immer wir danach nachhause gekommen sind entzieht sich aber ebenfalls meiner Kenntnis…

… nur so viel zur Würde.

Ob Holger wohl noch mitgekriegt hat was da neben ihm ssß?

Am nächsten Morgen war aber zumindest noch alles vorhanden. Geldbörse, Schlüssel, Handy, Kamera, Rucksack, Tom und Holger.

Was kann man nach so einem Tag noch mehr erwarten?******

Der Sonntag fand laut Kalender statt.

Ich glaube nicht.

* Sollten Michl seine Frau oder Michl seine Frau ihre Tochter diese Zeilen jemals zu Gesicht bekommen, sei auf mehrfachen, eindringlichen, verzweifelten Wunsch von Michl ausdrücklich daraufhin gewiesen, dass Michl sich an den Schnapsrunden nicht, oder zumindest nicht freiwillig und ohne Proteste beteiligt hat. Sollte Michls Frau ihre Tochter ihr Bruder diese Zeilen lesen, wird er stolz sein auf seinen alten Papa. Luka Toni, irgendwann nehmen wir dich auch mit!

** siehe*

*** ruhig Susi, ruhig, siehe* und **

**** Statistische Schwankungen Michls Bierverbrauch betreffend sind freilich möglich, siehe * und ** und ***

***** Und Michl musste mangels Betrunkenheit natürlich auch nicht ernüchtern. Siehe* und ** und *** und ****

****** Prost, Michl!

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